Viele Hobbisten beschäftigen sich meistens mit der Modellbahn-Spur H0 (H-Null, 1:87 ) oder der Spur N (1:160). Dabei werden die Originale der grossen, echten Spurweiten (z.B. SBB, BLS, SOB, etc.) mit dem entsprechenden Massstab verkleinert. So wird die Spurweite der echten Bahn (1’435 mm) bei H0 auf eine Schienenbreite von 16.5 mm verkleinert. Entsprechend werden dann die Modelle der Lokomotiven/Wagen ebenfalls verkleinert abgebildet, was bei vielen Modellbahnen zu Schwierigkeiten führen kann, weil Modellwagen dann häufig zu lang werden und bei den Modellbahngleisen in den Kurven zu einem unnatürlichen Überhang führen oder Gegenstände streifen (z.B. bei Märklingeleisen die Laternenlampen der Weichen/Kreuzungen berühren.

In der echten Eisenbahn hat sich im Alpenland Schweiz neben der Normalspur (1’435 mm) auch die Schmalspur mit einer Spurweite von 1 m (= 1’000 mm) durchaus bewährt. Tunnels und Brücken können mit geringeren Dimensionen gebaut, Radien enger gezogen werden.

Seit den 1970-er Jahren hat sich nach und nach auch bei Modellbahnen diese Spur mit dem Namen H0m (1:87, Spurweite = 12 mm) etabliert. Verschiedene Kleinserienhersteller haben begonnen, Modelle der Schmalspurbahnen nachzubauen. So haben z.B. die Hersteller HRF, Ferro-Suisse, Lemaco, Bayard, STL oder Bemo begonnen Modelle der Schmalspurbahnen z.B. Rhätische Bahn (RhB), Furka-Oberalp (FO), Montreux-Oberland Bahnen (MOB) oder der SBB Brünigstrecke auf den Markt zu bringen.

Hier ist ein Modellzug der SBB Brünigbahn zu sehen. Die Lok ist ein Abbild der HG 3/3 Nr. 1067 mit 2 Personenwagen. HRF hat diese Modelle sehr präzise nachgebaut.

Die Modelle dieser Spur sind der Meterspur nachgebildet und verkehren auf den bedeutend kleineren Gleisen. Wie bei den Originalbahnen haben auch hier diverse Hersteller die Zahnrad-Antriebe umgesetzt und offerieren Modelle, welche per Zahnrad problemlos Steigungen bis 15 % bewältigen können.

So sind zum Beispiel Teile der FO-Strecken (heute Matterhorn-Gotthard-Bahn) als Zahnradstrecken gebaut worden. Heute ist die bekannteste Zahnradstrecke diejenige der Furka Dampfbahn, welche von einen Verein während der Sommerzeit betrieben wird (korrekte Bezeichnung: Dampfbahn-Furka-Bergstrecke = DFB).

Der Hersteller HRF hat sich auch an dieses Modell gewagt und die Dampflok Nr. 6 samt Sommerwagen nachgebaut.

Daneben gibt es zahlreiche andere Modellbauer, welche sich mit den schweizerischen Schmalspurbahnen befassen und auch deren modernere Originale nachbauen.

Dieser Triebwagen der Furka-Oberalp Bahn (BCFhe 2/4, Nr. 44) wurde von Ferro-Suisse exakt und originalgetreu nachgebaut.

Die heute wohl bekannteste und am weiten verbreiteste Marke ist der deutsche Produzent BEMO, welcher vor allem schweizerische und deutsche Modelle im Massstab 1:87 als H0m Schmalspur bereitstellt und auch das neueste Rollmaterial oder Triebzüge als Modelle produzieren.

Dagegen erscheint die Nachbildung des Triebwagens CFe 3/3, Nr. 2 von Lemaco der Altstaetten-Gais Bahn schon bald wie ein Modell aus vergessenen Zeiten, obwohl das Original auch heute noch erhalten ist.

Das Modell der FO Lok HGe 2/2, Nr. 23 von Ferro-Suisse präsentiert sich dagegen schon bald wieder als “einfaches Modell”, obwohl auch hier alles Originalgetreu nachgebaut wurde.

Während die älteren und heute meist nicht mehr existierenden Hersteller (HRF, Ferro-Suisse, etc.) ihre Modelle meist in Messing gebaut hatten, sind die moderneren Fahrzeuge meistens Kunststoff-Modelle, da die Herstellung aus Messing heute zu teuer wird und die Preise für einen Grossteil der Modellbahner kaum erschwinglich ist.